Schön, dich zu sehen. Auf einen Schnaps oder zehn

„Schon schräg. Grad ist alles ganz schön okay. Hab‘ viel zu erzählen“ Klar könnte das Wetter schöner sein. Natürlich ist die Uni anstrengend. Natürlich hätte ich gerne mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Und natürlich wäre ich heute morgen gerne in Köln geblieben und nicht zurück in die Uni gefahren. Trotzdem geht’s mir so gut wie nie. Und Casper und Kraftklub haben das perfekt eingefangen:



Eigentlich sind Klausurenphasen für mich immer eine relativ depressive Angelegenheit: Druck, Zweifel und natürlich die ewige Frage nach dem Sinn (nachzulesen hier ). Áber dieses Mal ist alles anders. Trotz Unistress würde ich diesen Sommer gerne fest halten und in Dauerschleife immer wieder erleben. Ich bin unfassbar viel unterwegs in letzter Zeit: Köln. Berlin. Barcelona. Amsterdam. Rock am Ring.(und in 42 Tagen geht es schon aufs Rocco del Schlacco!!). Alleine das macht mich einfach unfassbar glücklich. Einfach alles in eine Tasche werfen und los. Jedes Wochenende aufs neue. Wenn es nach mir ginge, könnte das jetzt ewig so weiter gehen.

Wofür ich aber mindestens genauso dankbar bin, sind die Menschen, mit denen ich all diese Erlebnisse teilen darf. Danke, dass es euch gibt!! Auf die nächsten durchgemachten Nächte, Roadtrips, Festivals und Flunkyball-Runden mit „Wasser“:)

Und wenn man erstmal erkannt hat, dass eigentlich alles gut ist, wie es ist, lässt sich der alltägliche Wahnsinn und die größeren und kleineren Katastrophen viel einfacher ertragen. Meine Oma sagt immer, gut gelaunt lebt es sich leichter. Recht hat sie.

Ich wünsche dir eine schöne Restwoche! Und selbst wenn du gerade hinter Büchern und Laptop versinkst, eigentlich ist doch alles ganz schön ok, oder? 😉

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Schön, dich zu sehen. Auf einen Schnaps oder zehn

This is who we are and nothing’s gonna change.

Ich bin heute fast den Fangirl-Tod gestorben. (Und nein es ging ausnahmsweise nicht um Itchy Poopzkid;) ) Ich werde im nächsten Jahr Sum41 live sehen. Und nicht an irgendeinem Tag sondern an meinem 20. Geburtstag. Und hoffentlich werden sie dann auch meinen Lieblingssong spielen: Thanks for nothing:

„I’ll never take part in the growing population
Or waste my time with further education
Forget what we know,
It’s just a big show
What they want to control

So jaded,
Frustrated,
It’s all so complicated
Fashion,
No passion
Surrounds me

All I know is I’ve heard this all before
Reality’s a bore,
You ask me to believe in something fake
Well, I can’t bring myself to do what you want me to
This is who we are and nothing’s gonna change

Nothing’s gonna change

I can’t take part in the businessman illusion
I’ll take my chance in the real world confusion
Don’t blame us
Who do we trust
When they’re so dishonest?

No patience,
This nation’s
Obsessed with exploitation
Lying,
Denying
Surrounds me

All I know is I’ve heard this all before,
Reality’s a bore
You ask me to believe in something fake
Well, I can’t bring myself to do what you want me to
This is who we are and nothing’s gonna change

Don’t think you can ignore us
Don’t tell me that we’re to blame
Don’t pick our future for us
Or act like we’re the same

All I know is I’ve heard this all before,
Reality’s a bore
You ask me to believe in something fake
Well, I, can’t bring myself to do what you want me to
This is who we are and nothing’s gonna change

Thanks for nothing
(I’ve heard this all before)
Thanks for nothing
(reality’s a bore)
Thanks for nothing
(I’ll never be the same)
Thanks for nothing
(and nothing’s gonna change)“


Jeder hat doch diese eine Band, die er unbedingt mal live erleben möchte. Diese eine Band, deren Songs man (fast) alle auswendig mitsingen kann. Diese eine Band, für die man durch halb Europa reisen würde. Diese eine Band ist für mich Sum41. Die Bandbreite ihrer Songs reicht von Trauer über Liebe bis hin zu purer Wut. Aber alle sind voller Kraft und Energie. Viele dieser Songs haben mir durch schwere Zeiten geholfen.

Einmal hätte ich die Kanadier fast live gesehen. Aber auch nur fast. Dafür, dass ich diese Gelegenheit verpasst habe, könnte ich meinem 14jährigen-ich immer noch eine rein hauen. Um so begeisterter war ich, als ich heute erfahren habe, dass die Jungs wieder unterwegs sind. Und dann auch noch an meinem 20. Geburtstag. Besser kann es nicht laufen. Und somit kann ich voller Stolz einen weiteren Eintrag zu meiner Konzerte-Rubrik hinzufügen: „In Planung – Sum41.“ Tickets sind bereits bestellt.

Deryck Whibley, Frontmann von Sum41, sieht gar nicht so aus, als könne aus ihm so eine kraftvolle Stimme kommen. Klein, unscheinbar und er hat fast ein bisschen was von einem Gnom. Auch wenn ich die Musik schon seit längerem höre und feiere, habe ich mich nie wirklich mit der Band selbst beschäftigt. Bis zu dem Tag im Mai 2014, an dem Deryck eine Reihe von Bilder auf seinem Blog veröffentlichte. Was diese Bilder zeigen, ist schockierend. Ein dürrer Mann liegt bewusstlos in einem Krankenhausbett. Seine Arme sind von Hämatomen und Einstichen überseht. Auf einem Bild sieht er mehr tot als lebendig aus. Dieser Mann ist Deryck. Weit entfernt vom Rockstar-Leben. Mit gerade mal 33 ist er kaputt. Nach jahrelangem Alkoholmissbrauch sind Niere und Leber kollabiert. Deryck war eine ganze Woche bewusstlos und über einen Monat im Krankenhaus. Er schreibt dazu: „needless to say it scared me straight. (…) if i have one drink the doc’s say i will die.“

Aber er hat seine Kraft zurückgefunden. Von ganz unten ist er wieder auf die Beine gekommen. Ich habe seinen Weg auf diversen sozialen Netzwerken mitverfolgt und mich natürlich riesig gefreut, Deryck und die restlichen drei Jungs im Studio zu sehen. „anyway i have my passion and inspiration back for writing music. i already have a few song ideas for new songs. soon it will be time to start making an album and getting back to touring again. see you all sometime!“

See you on stage, Deryck!

Viel Spaß beim Reinhören!:)  (Thanks for Nothing in einer wunderbaren Live-Version. Ich kann es kaum erwarten!!)

This is who we are and nothing’s gonna change.

If you’ll excuse me, there’s somewhere I have to be.

Solltest du dir meine kleine Konzertstatistik angesehen haben, sollte dir aufgefallen sein, dass eine Band recht häufig auftaucht: Itchy Poopzkid, die berühmteste (und wahrscheinlich einzige) Band aus Eislingen an der Fils. Gestern ging es – passend zum neuen Album „SIX“ – auf mein mittlerweile sechstes Itchy Poopzkid Konzert. Ich hab ein bisschen überlegt, welcher Song der beste der Setlist war. Leider sind die Songs alle gut. Deshalb gibt es hier jetzt meinen Lieblingssong vom neuen Album. Out there:

„I’ve got this project
I’m working on
it’s the shit
it’s kind a secret
but coming
just wait a bit
I swear you never seen
anything quite like it
you want it bad but you
just don’t know it yet

I’ve got some contacts to help me
and you do not
it is a friend of a friend of a friend I got
you think I’m making this up
oh boy I do not
no one understands all the skills I’ve got

if you’ll excuse me
there’s somewhere i have to be
where the whole fucking city can see me

yeah yeah yeah
it’s friday night and I’m everywhere
and pretty soon they will stop and stare
when I am out there
yeah yeah yeah
it’s sunday night I’m still everywhere
I think they already stop and stare
but I’m so out there

there is this party
where I will be raising hell
and did I tell you
who’s gonna be there as well?
they think I’m awesome
at least I think I can tell
from all the stuff I heard
it’ll be an easy sell

if you have got some requests
you will be just fine
me and my partners break records
and dollar signs
our international office
will save you time
oh yeah but it’s the same postal address

if you’ll excuse me
there’s somewhere I have to be
where the whole fucking planet can see me

yeah yeah yeah
it’s friday night and I’m everywhere
and pretty soon they will stop and stare
when I am out there
yeah yeah yeah
it’s sunday night I’m still everywhere
I think they already stop and stare
but I’m so out there

yeah yeah yeah
yeah yeah yeah
I’m so out there
yeah yeah yeah
yeah yeah yeah
yeah yeah yeah

if you’ll excuse me
there’s somewhere I have to be
where the whole fucking city can see me

yeah yeah yeah
it’s friday night and I’m everywhere
and pretty soon they will stop and stare
when I am out there
yeah yeah yeah
it’s sunday night I’m still everywhere
I think they already stop and stare
but I’m so out there“


Itchy Poopzkid habe ich irgendwann mal durch einen seltsamen Zufall entdeckt. Irgendwie bin ich in dieser Youtube-Endlosschleife (kennen wir doch alle oder? Nur mal eben ein Musikvideo geschaut und und irgendwann bei einem Katzenvideo gelandet) nicht bei Katzen gelandet, sondern bei einem Video über eine buckelnde Haflingerstute, die Rodeo macht. (Ich glaube so ähnlich heißt das Video auch – falls es jemanden interessiert :D). Im Hintergrund lief „Pretty Me“ von Itchy Poopzkid und ich fands super. Eine halbe Stunde und unzählige Musikvideos später hatten wir dann auch schon Konzertkarten. So schnell kann’s gehen. So schnell hat man eine neue Lieblingsband.

Live sind die drei Jungs mit dem beschissenen Bandnamen richtig gut und kommen mega sympathisch rüber. Was vielleicht auch an den ganzen Pannen und Patzern liegen könnte. (Wenn mitten im Song – nach einem verpatzten Einsatz – eine Diskussion zwischen den Bandmitgliedern ausbricht, ist das echt witzig :D)

Das Konzert gestern war Auftakt der Clubtour Club Disaster 2015, die innerhalb weniger Tage ausverkauft war. Und ich kann nur soviel sagen: die 160km Anreise haben sich gelohnt. Super Publikum und super Stimmung ab dem ersten Song. (Ich habe schon ewig nicht mehr so geschwitzt auf einem Konzert. Außerdem bin ich immer noch heiser:D) In „SIX“ habe ich auf der Hinfahrt das erste Mal reingehört und war jetzt nicht soooo begeistert davon (aber wahrscheinlich muss ich es einfach nochmal in Ruhe anhören…) und ich hatte die Befürchtung, dass fast ausschließlich Songs aus dem neuen Album gespielt werden. Dem war aber zum Glück nicht so. Aus allen fünf früheren Alben war was dabei und ältere Songs wie „You don’t bring me down“ und „Say No“ habe ich sogar zum ersten Mal live gehört. Richtig schöner Moment war auch, als das komplette Publikum auf dem Boden saß und Panzer alleine und mitten im Publikum „As long as I got Chords“ gespielt hat. Gänsehaut!

Irgendwann im Laufe des Konzerts wurde dann auch noch ein Typ aus der ersten Reihe zum Ersatz-Backliner ernannt und kurz in seine Aufgaben eingewiesen: „Also ein Backliner, der hat eigentlich nur eine Aufgabe. Wenn irgendwas schief geht, dann nimmt er einen Hammer und Gaffa-Tape, rennt hin und macht irgendwas.“ Die Tatsache, dass der Typ dann wirklich mit Hammer und einer Rolle Gaffa-Tape bewaffnet am Bühnenrand Stellung bezog, sorgte für eine kleine Panikattacke bei Sibbi („Aber das ist doch dumm! Oh Gott! Hoffentlich macht der nichts mit dem Hammer!“). Lief aber alles glimpflich ab und ohne Verletzte.

Leider ging der Abend viel zu schnell rum, sodass um kurz vor 22:00 Uhr (?) nach einem Möchtegern – Kanon zu „Down, down, down“ dann schon alles vorbei war. Ich habe mich dann noch auf dem Rückweg von der Garderobe an einer ewig langen Schlange vor dem Merch-Stand vorbei gedrückt, als mir auf der sowieso schon engen Treppe ein Typ entgegen kam. Während ich mir überlegt habe, wie ich diese Situation unfallfrei löse, hat der Typ mich angegrinst und mir „Hallo!“ gesagt. Ich habe daraufhin zur allgemeinen Belustigung der anderen beigetragen, in dem ich leicht irritiert mit „Ja?“ geantwortet und erst dann Panzer erkannt habe. Irgendwie habe ich ein Talent für solche Situationen. Vor dem nächsten Konzert schreibe ich mir vorher einen Plan à la „Was ich sage, wenn ich auf der Treppe nach dem Konzert Bandmitgliedern begegne“. 😀

Fazit des Abendes: Bestes Konzert bisher. Ich freue mich schon riesig auf Wiesbaden im Oktober.

Viel Spaß beim Reinhören! (+ Reinschauen. Das Musikvideo ist richtig cool gemacht.)

Out There – Itchy Poopzkid

Ach und noch was: Solltest du jemals in Köln mit den Öffentlichen fahren wollen, nimm am besten 2kg Kleingeld mit. Die Fahrkartenautomaten akzeptieren nämlich keine Scheine. (Die Kontrolleure aber schon. Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an die Kölner Verkehrsbetriebe!)

If you’ll excuse me, there’s somewhere I have to be.