I see people laughing – only to find out that it’s me they laugh about

Ich lebe noch! Mein letzter Beitrag auf diesem Blog liegt schon mehr als einen Monat zurück. Aber ich gelobe Besserung. Als kleine Entschädigung gibt’s heute einen meiner Lieblingssongs: The Living von der sympathischen, schwäbischen Musikgruppe Itchy Poopzkid:

„A headache minus pills
and a torture of skin
Im wearing suede, wait, rain!
would you please let me in?
She figured me out
but she figured me wrong
Now my lady-friend is gone

A tickle – a tackle
A punch in the head
I had to get away but my tires were flat
The next morning
I had just this one thing to do
But the alarm clock broke in two

To be honest I’m amazed
obstacles along the way
biting tongues and fingernails

Situations have been here forever
Realizing this now more than ever
I am taking more than I am giving
This is living, living, living, living

A message – a beep
I wonder what’s going on
But when I tried to push play
the delete-button won
I see people laughing only to find out that it’s
me they laugh about

A question – a prize
Lots of money in sight
The answer was left
and now guess who said right
Imagine the worst of the worst of the worst
Of the losers I go first

First I’m blinded then amazed
obstacles along my way
biting tongues and fingernails

Situations have been here forever
Realizing this now more than ever
I am taking more than I am giving
This is living, living, living, living“


Warum gerade dieser Song? Das hat zwei Gründe. Beginnen wir mit dem nicht so erfreulichen: Der Song erzählt von Missgeschicken, Stolperern und „Oh verdammt! Warum ausgerechnet jetzt?!“ – Situationen. Und von denen hatte ich im letzten Monat so einige. Zuerst hat sich mein liebes, treues Auto verabschiedet und sich mit einer saftigen Werkstattrechnung zurückgemeldet. Kurzdarauf hat mein zugegeben leicht altersschwacher Laptop (naja die Konfirmation ist ja auch schon eine Weile her…) einen Tag vor der Klausurenvorbereitungszeit (!) komplett den Geist aufgegeben (!!). Totalschaden (!!!). Nichts mehr zu machen. Seit dem habe ich einen noch älteren, museumsreifen Laptop einer Freundin mit meiner ausgebauten Festplatte. Und das letzte Mal, dass ich mir gedacht habe: „Wie bescheuert kann man eigentlich sein?!“ war dieses Wochenende (aber mehr dazu im nächsten Beitrag…) Das sind so Momente, wo man sich echt fragt, ob das alles wahr sein kann. Warum ich? Warum jetzt? Warum überhaupt? Und irgendwie hoffe ich dann immer, dass Guido Cantz um die Ecke kommt und „Verstehen Sie Spaß?!“  in eine versteckte Kamera brüllt. Leider ist das noch nie passiert.

Aber genug von meiner Pechsträhne. Zurück zum Song. Der Song ist wohl der bekannteste von Itchy Poopzkid (wobei bekannt da ja immer relativ ist 😀 ) und Teil meines Lieblingsalbums „Dead Serious“. Der Song war in einer Suzuki-Werbekampagne zu hören. Und wer wie ich Germany’s Next Topmodel verfolgt, hat diese Werbung auch irgendwann mal gesehen. Die lief nämlich ironischerweise immer vor den Folgen. ( „Ist das noch Punkrock??“) Ich mag vorallem die vor Ironie triefenden Lyrics und die Art, wie die verschiedenen Strophen miteinander verknüpft sind (ist ein bisschen schwer zu erklären, aber wenn du es dir anhörst, wirst du verstehen was ich meine). Dieser Song schafft es, mich sogar in absoluten „What the fuck – Situationen“ zum Lachen zu bringen und vermittelt mir das Gefühl, dass es jedem einmal so geht und es da draußen ganz viele Pechvögel gibt.. Probier das mal aus. Es hilft wirklich!

Kommen wir nun zum zweiten, wesentlich erfreulicheren Grund für diese Songauswahl: für mich geht gerade ein wunderbares Festival-Wochenende zu Ende. Itchy Poopzkid waren ein Teil davon. (Und ja ich weiß: Es ist Mittwochabend. Aber ich habe Urlaub. Da ist sozusagen Dauer-Wochenende angesagt). Zurück bleiben ein Paar schwarze Chucks, die jetzt wirklich, wirklich, wirklich im Eimer sind, eine leichte Erkältung inklusive Halsschmerzen, blaue Flecken und die Erkenntnis, niemals wieder unter keinen Umständen Flunky Ball mit einem Hammer zu spielen (ich sag nur: Hammer meets Fuß 😀 ). Aber das alles hat sich definitiv gelohnt!

Uns hat es am vergangenen Samstag auf das „Rock im Hinterland“-Festival verschlagen. Ich kann dir leider nicht genau sagen, wo das war. Irgendwo in Rheinland-Pfalz auf einem Feld. Hinterland eben. Da war der Name echt Programm. Nach ewig langer Suche und Abstecher in diverse Sackgassen hatten wir es dann auch irgendwann gefunden. Das war echt ein „bisschen“ am Arsch der Welt. Ich hatte noch nie was davon gehört (auch wenn das Festival fast doppelt so alt ist wie ich). Aber da ich sehr missionarisch bin, was Itchy Poopzkid angeht (und dadurch jeder von meiner kleinen Obsession inklusive Fangirl-Attacken weiß), wurde ich von jemandem, der von dort kommt, darauf aufmerksam gemacht, dass die da Headliner sind. Und da ich sowieso in der Nähe war, weil ich am nächsten Tag mit einer Freundin aufs Rocknheim wollte (Bericht folgt), sind wir dann auch noch ins Hinterland gefahren.

Das RiH bestand zum Großteil aus einem Campingplatz direkt neben der Bühne. Da haben wir – wie die meisten anderen Leute auch –  die meiste Zeit verbracht. Ich habe kläglich beim Flunky Ball-Spielen versagt (aber ich hatte ja auch ein ernstzunehmendes Handicap!), innerhalb von rekordverdächtigen fünf Minuten meine Sonnenbrille verloren (4€ von H&M; möge der/die FinderIn damit glücklich werden) und mich mit einem Typen angelegt, der vermeintlich einen Campingstuhl „klauen“ wollte (später, nach dem wir aus Versehen Bier über den betreffenden Stuhl geschüttet hatten, stellte sich heraus, dass es tatsächlich sein eigener gewesen war – upps! ). Alles in allem ein sehr nettes, kleines Festival.

Zum krönenden Abschluss haben Itchy Poopzkid eine gewohnt chaotisch-gute Show abgeliefert (inklusive Uneinigkeit und Diskussionen bezüglich der Setlist:)).  Auch wenn ich irgendwie das Gefühl hatte, dass das zum Großteil stark alkoholisierte Publikum nicht so sehr viel mit denen anfangen konnte. Ich hatte definitiv viel Spaß. Das war auf jeden Fall, das mit Abstand kleinste Itchy – Konzert, auf dem ich bisher war (und das waren so einige). Irgendwie waren an diesem Wochenende aber die Konzertbedingungen nicht so optimal: Es war so staubig, dass man bereits nach dem ersten Song, kaum noch seine eigene Hand gesehen und sich beim Tanzen und im Moshpit wie ein 100-jähriger, adipöser Kettenraucher gefühlt hat. Der ganze Staub hat meinen Chucks dann den ersten Dämpfer verpasst. Der zweite folgte dann am nächsten Tag auf dem Rocknheim. Fortsetzung folgt…

Aber erstmal: viel Spaß beim Reinhören!:)

Noch mehr Itchy Poopzkid-Live-Erfahrungen findest du hier.

Und ohne scheiß: die muss man mal live gesehen haben. Im Oktober sind sie wieder auf Tour. Also worauf wartest du noch?

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