If you’ll excuse me, there’s somewhere I have to be.

Solltest du dir meine kleine Konzertstatistik angesehen haben, sollte dir aufgefallen sein, dass eine Band recht häufig auftaucht: Itchy Poopzkid, die berühmteste (und wahrscheinlich einzige) Band aus Eislingen an der Fils. Gestern ging es – passend zum neuen Album „SIX“ – auf mein mittlerweile sechstes Itchy Poopzkid Konzert. Ich hab ein bisschen überlegt, welcher Song der beste der Setlist war. Leider sind die Songs alle gut. Deshalb gibt es hier jetzt meinen Lieblingssong vom neuen Album. Out there:

„I’ve got this project
I’m working on
it’s the shit
it’s kind a secret
but coming
just wait a bit
I swear you never seen
anything quite like it
you want it bad but you
just don’t know it yet

I’ve got some contacts to help me
and you do not
it is a friend of a friend of a friend I got
you think I’m making this up
oh boy I do not
no one understands all the skills I’ve got

if you’ll excuse me
there’s somewhere i have to be
where the whole fucking city can see me

yeah yeah yeah
it’s friday night and I’m everywhere
and pretty soon they will stop and stare
when I am out there
yeah yeah yeah
it’s sunday night I’m still everywhere
I think they already stop and stare
but I’m so out there

there is this party
where I will be raising hell
and did I tell you
who’s gonna be there as well?
they think I’m awesome
at least I think I can tell
from all the stuff I heard
it’ll be an easy sell

if you have got some requests
you will be just fine
me and my partners break records
and dollar signs
our international office
will save you time
oh yeah but it’s the same postal address

if you’ll excuse me
there’s somewhere I have to be
where the whole fucking planet can see me

yeah yeah yeah
it’s friday night and I’m everywhere
and pretty soon they will stop and stare
when I am out there
yeah yeah yeah
it’s sunday night I’m still everywhere
I think they already stop and stare
but I’m so out there

yeah yeah yeah
yeah yeah yeah
I’m so out there
yeah yeah yeah
yeah yeah yeah
yeah yeah yeah

if you’ll excuse me
there’s somewhere I have to be
where the whole fucking city can see me

yeah yeah yeah
it’s friday night and I’m everywhere
and pretty soon they will stop and stare
when I am out there
yeah yeah yeah
it’s sunday night I’m still everywhere
I think they already stop and stare
but I’m so out there“


Itchy Poopzkid habe ich irgendwann mal durch einen seltsamen Zufall entdeckt. Irgendwie bin ich in dieser Youtube-Endlosschleife (kennen wir doch alle oder? Nur mal eben ein Musikvideo geschaut und und irgendwann bei einem Katzenvideo gelandet) nicht bei Katzen gelandet, sondern bei einem Video über eine buckelnde Haflingerstute, die Rodeo macht. (Ich glaube so ähnlich heißt das Video auch – falls es jemanden interessiert :D). Im Hintergrund lief „Pretty Me“ von Itchy Poopzkid und ich fands super. Eine halbe Stunde und unzählige Musikvideos später hatten wir dann auch schon Konzertkarten. So schnell kann’s gehen. So schnell hat man eine neue Lieblingsband.

Live sind die drei Jungs mit dem beschissenen Bandnamen richtig gut und kommen mega sympathisch rüber. Was vielleicht auch an den ganzen Pannen und Patzern liegen könnte. (Wenn mitten im Song – nach einem verpatzten Einsatz – eine Diskussion zwischen den Bandmitgliedern ausbricht, ist das echt witzig :D)

Das Konzert gestern war Auftakt der Clubtour Club Disaster 2015, die innerhalb weniger Tage ausverkauft war. Und ich kann nur soviel sagen: die 160km Anreise haben sich gelohnt. Super Publikum und super Stimmung ab dem ersten Song. (Ich habe schon ewig nicht mehr so geschwitzt auf einem Konzert. Außerdem bin ich immer noch heiser:D) In „SIX“ habe ich auf der Hinfahrt das erste Mal reingehört und war jetzt nicht soooo begeistert davon (aber wahrscheinlich muss ich es einfach nochmal in Ruhe anhören…) und ich hatte die Befürchtung, dass fast ausschließlich Songs aus dem neuen Album gespielt werden. Dem war aber zum Glück nicht so. Aus allen fünf früheren Alben war was dabei und ältere Songs wie „You don’t bring me down“ und „Say No“ habe ich sogar zum ersten Mal live gehört. Richtig schöner Moment war auch, als das komplette Publikum auf dem Boden saß und Panzer alleine und mitten im Publikum „As long as I got Chords“ gespielt hat. Gänsehaut!

Irgendwann im Laufe des Konzerts wurde dann auch noch ein Typ aus der ersten Reihe zum Ersatz-Backliner ernannt und kurz in seine Aufgaben eingewiesen: „Also ein Backliner, der hat eigentlich nur eine Aufgabe. Wenn irgendwas schief geht, dann nimmt er einen Hammer und Gaffa-Tape, rennt hin und macht irgendwas.“ Die Tatsache, dass der Typ dann wirklich mit Hammer und einer Rolle Gaffa-Tape bewaffnet am Bühnenrand Stellung bezog, sorgte für eine kleine Panikattacke bei Sibbi („Aber das ist doch dumm! Oh Gott! Hoffentlich macht der nichts mit dem Hammer!“). Lief aber alles glimpflich ab und ohne Verletzte.

Leider ging der Abend viel zu schnell rum, sodass um kurz vor 22:00 Uhr (?) nach einem Möchtegern – Kanon zu „Down, down, down“ dann schon alles vorbei war. Ich habe mich dann noch auf dem Rückweg von der Garderobe an einer ewig langen Schlange vor dem Merch-Stand vorbei gedrückt, als mir auf der sowieso schon engen Treppe ein Typ entgegen kam. Während ich mir überlegt habe, wie ich diese Situation unfallfrei löse, hat der Typ mich angegrinst und mir „Hallo!“ gesagt. Ich habe daraufhin zur allgemeinen Belustigung der anderen beigetragen, in dem ich leicht irritiert mit „Ja?“ geantwortet und erst dann Panzer erkannt habe. Irgendwie habe ich ein Talent für solche Situationen. Vor dem nächsten Konzert schreibe ich mir vorher einen Plan à la „Was ich sage, wenn ich auf der Treppe nach dem Konzert Bandmitgliedern begegne“. 😀

Fazit des Abendes: Bestes Konzert bisher. Ich freue mich schon riesig auf Wiesbaden im Oktober.

Viel Spaß beim Reinhören! (+ Reinschauen. Das Musikvideo ist richtig cool gemacht.)

Out There – Itchy Poopzkid

Ach und noch was: Solltest du jemals in Köln mit den Öffentlichen fahren wollen, nimm am besten 2kg Kleingeld mit. Die Fahrkartenautomaten akzeptieren nämlich keine Scheine. (Die Kontrolleure aber schon. Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an die Kölner Verkehrsbetriebe!)

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